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Philips Philette 837A

Dieses Radio wurde Mitte der 1930er Jahre bei Philips in La Chaux de Fonds hergestellt. Ich habe es Ende der 80er Jahre von einem Kollegen auf dem Flohmarkt in Basel geschenkt bekommen. Es war in so erbärmlichem Zustand (viele Teile fehlten), dass ich erst gar keine Lust hatte es zu reparieren. So lag es 20 Jahre in unserem Keller

Doch jetzt habe ich mir vorgenommen, dieses schöne, alte Radio endlich zu reparieren. Auf radiomuseum.org habe ich den Schaltplan gefunden. Auch Ersatzteile sind heute übers Internet leichter zu finden als früher.

Mangel vor der Reparatur (16. Februar 2009)Jetztiger Zustand (23. Februar 2009)
Nicht funktionstüchtigFunktionstüchtig, aber nicht perfekt
Knöpfe fehlenHat neue, aber nicht originalgetreue Knöpfe
Skalenscheibe fehltSkalenscheibe fehlt immer noch
Netzkabel fehltNeues, nicht originalgetreues Netzkabel
Rückwand fehltRückwand fehlt immer noch
Eine Röhre ist aus dem Sockel gerissenDie Röhre konnte repariert werden
Gehäuse schmutzig und verkratztGehäuse frisch lackiert, sieht wie neu aus

Vor der ersten Inbetriebnahme

Bevor ein so altes Gerät nach jahrelangem Stillstand eingeschaltet wird, müssen die Elektrolytkondensatoren im Netzteil geprüft werden. Sind diese schlecht (Oxidschicht abgebaut), kann es beim Einschalten zum Kurzschluss kommen.

Eine erste Messung zeigt mehr als die doppelte Nennkapazität. Beide 32µF Elkos parallel geben 146µF statt 64µF und einen schlechten Q-Faktor. Das deutet auf eine zu dünne Oxidschicht.


Solche Elkos kann man neu formieren, indem man sie langsam auflädt, mit schrittweise erhöhter Spannung und einem Vorwiderstand zur Sicherheit. Ein erster Versuch mit einer 9V Batterie über einen 1k Widerstand zeigte anfangs einen Strom von 6.5mA, der nun langsam abfällt. Nach einer halben Stunde fliessen noch 3.3mA


In einem nächsten Schritt wurden die Kondensatoren schonend über eine kleine Glühbirne als Vorwiderstand geladen.Dazu wurde die Gleichrichterröhre aus der Fassung gezogen und durch eine kleine Konstruktion aus zwei Siliziumdioden (1N4007) und einer 15W Glühbirne ersetzt. Das Radio wurde in dem Zustand mehrmals für ein paar Minuten ein-, und dann wieder ausgeschaltet. Dabei verbesserte sich der Zustand der Kondensatoren Schritt für Schritt. Nun konnte auch erstmals der Verstärker getestet werden, er funktionierte auf Anhieb und gab die Musik aus einem mp3-Player wieder, der an der Phonobuchse angeschlossen wurde. Radioempfang war noch nicht möglich, weil eine der Röhren defekt war.


Diese alten Röhren sollten immer am Kunststoffsockel gezogen werden. Der Vorbesitzer hat wohl am Glaskolben gerissen, das Resultat sieht man links. Ich habe schon befürchtet die Röhre (E452T) sei defekt, was auch mit ein Grund dafür war, dass ich das Radio etwa 20 Jahre im Keller liegen liess. Ich habe mir damals eine Reparatur nicht zugetraut, und wusste auch nicht woher Ersatzteile zu bekommen. Aber glücklicherweise hat sich meine Befürchtung jetzt als falsch erwiesen. Die Röhre funktioniert noch, ich konnte feine Litzen in den Sockel löten und mit den Drahtenden der Röhre verbinden. Kaum war die Röhre im Radio eingesetzt, konnten schon einige Sender auf Mittelwelle empfangen werden, das Radio ist somit repariert.


Das Gehäuse war verkratzt und stark verschmutzt. Deshalb habe ich es mit feinem Schmirgelpapier abgeschliffen (Bild links), und frisch lackiert. Über das Resultat war ich sehr überrascht, das Gehäuse sieht jetzt fast wie neu aus.


Dieses Bild zeigt das frisch lackierte Gehäuse und die neuen Knöpfe. Leider fehlt immer noch die Skalenscheibe

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