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Opensource Speedup: DefragmentierenGerücht: Defragmentieren ist unter Linux/Unix nicht nötigImmer wieder liest man in Newsgroups die Frage von Linux-Anfängern, ob man ext2 oder ext3 Dateisysteme auch defragmentieren sollte, und ob es dazu Programme gibt. Als Antwort kommt jeweils die Behauptung, ext3 fragmentiere nicht nennenswert und eine Defragmentierung sei zwar möglich, aber nicht nötig. Tatsache 1: ext3 ist geschickter in der Vermeidung der Fragmentierung als FAT
Tatsache 2: Auch ext3 ist nicht perfektAuch ext3 kann die Fragmentierung nicht ganz verhindern. Im Allgemeinen ist die Fragmentierung gering, aber doch nicht ganz zu vernachlässigen. Es gibt aber Situationen, in denen ein ext3 System so extrem fragmentiert werden kann, dass es kaum noch brauchbar ist. Die Lesegeschwindigkeit einer einzelnen Datei ohne andere gleichzeitige Zugriffe kann von normalerweise 20-30MB/s auf jämmerliche ca. 500kB/s einbrechen. Das Problem tritt dann auf, wenn man zuerst viele sehr grosse leere Dateien anlegt (sogenannte Sparse-Files), und diese später abwechselnd in kleinen Stücken auffüllt. Um die Sparse-Files zu verhindern sollte man die neu angelegten Dateien nicht einfach nur mit einer bestimmten Grösse erzeugen, sondern gleich noch mit Platzhaltern vom Anfang bis zum Ende vollschreiben. Methoden der DefragmentierungDas Programm defragUmkopieren oder Backup und RestoreEs gibt eine sehr einfache und efektive Methode der Defragmentierung, die ohne spezielle Software auskommt und mit jedem Dateisystem funktioniert: Einfach den ganzen Verzeichnisbaum eines fragmentierten Dateisystems rekursiv und unter beibehaltung aller Atribute auf ein neu angelegtes Dateisystem kopieren. Als Alternative kann auch ein Backup erstellt und wieder eingespielt werden. Bei uns hat sich diese Methode besser bewährt als das Programm defrag, welches mit dem ext3 Journal nicht richtig umzugehen wusste. Der einzige Nachteil der Kopiermethode: Man muss den doppelten Festplattenplatz oder ein entsprechendes Backuplaufwerk zur Verfügung haben. © 2005 by Stefan Heimers |
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